Kategorie: Büro-Technik

Vorletzte Woche Mittwoch hat leider meine MacBook-Festplatte ihren Geist aufgegeben, zum Glück konnte ich aber noch alle Daten auf einer externen, mit HFS+ formatierten Festplatte sichern (HFS+ wird auch »Mac OS Extended« genannt). Um wenigstens etwas weiterarbeiten zu können, wollte ich die externe Festplatte mit meinem Linux-Rechner mounten (derzeit mit Ubuntu 12.04 LTS), dazu habe ich einfach die Pakete hfsplus und hfsutils über apt-get nachinstalliert:

apt-get install hfsplus hfsutils

Beim Versuch die Festplatte über KDE mittels der »Geräteüberwachung« zu mounten, erschien immer die Warnmeldung:

Requested filesystem type is neither well-known nor in /proc/filesystems nor in /etc/filesystems

Allerdings ließ sich die Festplatte ohne Probleme händisch mounten (wobei ich den Mount-Punkt zuvor mit mkdir /media/BackupDisk angelegt habe):

mount /dev/sdc2 /media/BackupDisk

Um aber die Festplatte nicht immer händisch ein- und aushängen zu müssen und um die Geräteüberwachung von KDE nutzen zu können war nur ein kleiner Kniff nötig:

Auf meinem System existierte die Datei /etc/filesystems noch nicht, also habe ich sie kurzerhand mit nano angelegt:

nano /etc/filesystems

Hinein musste nur der (richtige) Name des Dateisystems:

hfsplus

Datei mit STRG + O speichern und schon lässt sich die externe HFS+-Festplatte problemlos über die Geräteüberwachung ein- und aushängen.

In letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass ein offener Finder-Ordner mit vielen Dateien den Finder auf meinem MacBook fast durchgehend 100% der Prozessor-Leistung fressen lässt, sodass sogar nach einiger Zeit der Lüfter anspringt.

In einem Forumsbeitrag in der Apple Support Community wird empfohlen, die Datei com.apple.finder.plist aus dem Ordner Preferences im Library-Ordner des Benutzers zu löschen und den Finder danach neu zu starten. Über das Terminal (zu finden im Dienstprogramme-Ordner des Programm-Verzeichnisses) sieht das so aus:

user@mac$ rm ~/Library/Preferences/com.apple.finder.plist
user@mac$ killall Finder

Kurze Erläuterung: Der erste Befehel, rm, löscht die Datei com.apple.finder.plist im Ordner ~/Library/Preferences (wobei das Tilde-Zeichen am Anfang andeutet, dass es sich um einen Ordner im aktuellen Benutzer-Verzeichniss handelt). Der zweite Befehl, killall, beendet den Finder (bzw. seinen laufenden Prozess) komplett, woraufhin sich dieser automatisch wieder neu startet – und dabei eine neue, saubere com.apple.finder.plist-Datei anlegt.

Bei mir läuft nun der Finder mit dem gleichem, vollem Ordner geöffnet seit über einer Stunde im Hintergrund ohne dass der Finder eine nennenswerte CPU-Last verursacht.

In einigen anderen Forumsbeiträgen, die ich bei der Suche nach der Problemlösung gelesen habe, wurde auch angedeutet, dass viele JPEG– oder PNG-Dateien in einem Ordner (oder auch auf dem Desktop) zu hohem CPU-Verbrauch durch den Finder führen könne, da dieser mit diesen Dateien irgendwelche Probleme haben solle – dies konnte ich bisher nicht nachvollziehen, möchte ich aber der Vollständigkeithalber kurz erwähnen.

Darstellungsoptionen der Listdarstellung des MacOS X Finder

Im gleichen Forumsbeitrag von oben wird als weiterer Lösungsvorschlag geraten die Darstellungsoptionen (siehe Screenshot), zu finden in der Menüleiste und Darstellung, der Listenansicht im Finder zu überprüfen: Die Option »Alle Größen berechnen« soll ebenfalls zu hoher CPU-Auslastung durch den Finder führen, da er für alle Unterordner eines Verzeichnisses die Größe berechnet.

Der Standard-Linux-Client von Dropbox, der nur für Ubuntu oder Fedora als kompiliertes Paket zur Verfügung steht, ist nur auf die Desktop-Umgebung Gnome ausgelegt. Versucht man unter Kubuntu den Clienten zu installieren, versucht die Paket-Verwaltung apt-get den Dateimanager Natuilus und den (gesamten) Gnome-Desktop nach zu installieren und dies ist bei einem Linux mit KDE nicht unbedingt wünschenswert.

Eine Lösung für dieses Problem ist bereits auf Englisch dokumentiert, diese Anleitung hier beschreibt eine etwas abgewandelte Lösung (u.a. über die sehr komfortablen Systemeinstellungen von KDE 4.3) mit ein paar mehr Deatails.

Um Dropbox mit KDE zu benutzen, greift man auf das Paket zurück, dass Dropbox für Linux mit reiner Text-Shell zur Verfügung stellt (verfügbar für 32-Bit- sowie 64-Bit-Prozessoren). (Anmerkung: Zwar benutzt dieses Paket für die GUI GTK+, aber der komplette Gnome-Desktop ist zum Glück nicht mehr nötig.)
Nachdem herunterladen und auspacken des Paketes soll der extrahierte Ordner .dropbox-dist (nach der Anleitung auf der Dropbox-Webseite) in das Home-Verzeichnis des jeweiligen Benutzers (/home/benutzername/) verschoben werden. Sinnvoller ist es, meiner Ansicht nach, gerade wenn der Rechner von mehreren Benutzern verwendet wird, den Ordner nach /opt/ zu verschieben (dafür sind allerdings Root-Rechte nötig).
Damit Dropbox kontinuierlich läuft und der Dropbox-Ordner immer synchronisiert werden kann, muss der Dropbox-Client im Hintergrund als Deamon laufen. Dazu sollte der Client immer starten, wenn KDE startet: Dafür geht man in Systemeinstellungen auf »Autostart« (im Reiter »Erweitert«).

[Screenshot: KDE-Systemeinstellungen]

In den Autostart-Einstellungen klickt man auf »Programm hinzufügen«; im Auswahl-Dialog dann auf den blauen Ordner (im Screenshot markiert mit 2.), im sich nun öffnenden Auswahl-Dialog geht man in das eben verschobene .dropbox-dist/-Verzeichnis (in meinem Fall /opt/dropbox/) in dem man die Datei dropboxd auswählt.

[Screenshot: Autostart-Einstellungen von KDE]

Die nun folgenden Dialoge können bestätigt werden und danach sollte der Dropbox-Deamon (dropboxd) unter »Einrichtungs-Datei (.desktop)« auftauchen.

[Screenshot: Autostart-Einstellung von KDE mit Dropbox-Deamon]

Bei der nächsten Neu-Anmeldung in KDE wird dann automatisch der Dropbox-Deamon gestartet. Dabei öffnet sich automatisch das Dropbox-Setup indem dann alle weiteren Einstellungen für Dropbox vorgenommen werden.

[Screenshot: Setup-Assistent von Dropbox]

[Screenshot: Tray-Icon und -Menü von Dropbox]

Im Tray-Bereich von KDE ist nun auch das Dropbox-Icon, dass über den Status des Dropbox-Ordners informiert, über einen einfachen Klick den lokalen Dropbox-Ordner öffnet (in Dolphin oder Konqueror oder des eingestellten Datei-Managers) und über einen Rechts-Klick das Tray-Menü öffnet, in dem alle wichtigen Informationen und Einstellungen zum eigenen Dropbox-Ordners zu finden sind.


Unter meinem Windows XP Professional SP3 hatte ich lange Zeit das Problem, dass sich der Internet Explorer 7 nicht installieren lies. Weder über Windows Update noch manuell. Die Installation ist jedesmal ohne weitere Fehlermeldung abgebrochen und die Tipps aus der Microsoft Knowledge Base (die einem dankenswerterweise als Link direkt auf den Desktop gelegt werden) halfen auch nicht. (Sie können sogar u.U. noch mehr Probleme machen als beheben!)

Heute habe ich, da sich der Internet Explorer 7 immer noch nicht installieren lies, versucht die Beta des neuen Internet Explorers 8 zu installieren. Dort brach die Installation ebenfalls jedesmal – ohne ersichtlichen Grund – ab und die Tipps aus der Knowledge Base für die neue Version halfen genauso wenig wie die für den IE7.
Im Log-File zur Installation, dass man schnell über den »Ausführen«-Dialog (Windows-Taste + R) mit der Eingabe von %windir%ie8_main.log öffnen kann, stand bis auf folgende Zeile nichts auffälliges oder brauchbares: ERROR: |Inst. IE >>> Internet Explorer installation completed with errors, exitresult=0x00000000, exitcode=0x000003f5
Im Log-File des Internet-Explorer 7, dass unter %windir%ie7_main.log zu finden ist, steht übrigens die gleiche Fehlermeldung.

Nach kurzer Suche mit dieser Fehlermeldung fand sich die Lösung in einem Forum: Der Adobe Reader 9 ist schuld!

Problemlösung

Da der Adobe Reader 9 die Installation einer neuen Internet Explorer-Version blockiert hilft nur: Adobe Reader deinstallieren; den Internet Explorer per Setup oder Windows Update installieren; Neustarten und dann ggf. den Adobe Reader wieder installieren.